Geschrieben von: Andreas Jungbauer am 28. November 2008 - 611 Zugriffe
Anrainerbelastung bei Materialtransport für Damm reduzieren.
Von Ulrike Öhlinger (Perger Rundschau)
Drei Meter hoch steht das Wasser seit Dienstag in Mitterkirchen. Zum Glück aber nicht im Ort, sondern nur im eigens gebauten Probedamm. Im Feldversuch wird dort die optimale Mischung des Aushubmaterials aus der Flutmulde getestet, das später für den Dammbau verwendet werden soll. Dazu wurden zwei parallele Dämme errichtet, die an den Enden mit Spundwänden abgeschlossen wurden und so ein Becken bilden, in dem der Ernstfall simuliert wird. "Bis Freitag in 14 Tagen wird der derzeitige Einstau bleiben", erklärt Projektleiter Christian Steininger.
Bei Flut auch künftig Grundwasser in den Kellern
Bei der ersten Befüllung war an der Unterseite des Probedamms Wasser ausgetreten, was zu Gerüchten über die Dichtheit des Damms geführt hatte. "An der Unterseite befinden sich Hochflutsande und Sedimente, dort ist Wasser ausgeflossen. Bei einem Hochwasser steht das Grundwasser höher und dann läuft nach unten auch nichts aus. Die Wände werden durch die feuchtigkeitsentziehende Flugasche ohnehin wie Beton, da geht kein Tropfen durch", so Gerhard Mysliwietz, technischer Geschäftsführer der Machland-Damm GmbH. Gegen Grundwasser in den Kellern werde auch der Damm nichts ausrichten können.
Der Materialtransport aus der Flutmulde wird 80.000 LKW-Fuhren innerhalb von drei Jahren erfordern. "Um die Belastungen dadurch gering zu halten, wird durch die Flutmulde eine Straße für den Transport gebaut", sagt Mysliwietz. Gemeindestraßen würden laut Bescheid nach Abschluss der Arbeiten wieder hergerichtet. "Diese werden in den Zustand versetzt, in dem sie vorher waren. Autobahn kriegt ihr aber keine", stellt Mysliwietz klar.